Klassische erotische Geschichten: jeden Tag neue erotische Geschichten, immer kostenlos.
Genießen Sie literarische Häppchen zwischendurch; oder lassen Sie sich von einer ganzen Textreihe zum Lesen verführen: Erotischen Literatur ist in der kurzen und in der langen Form ein geistreicher Genuss. In dieser Sektion finden Sie lange Geschichten, die wir in mehrere Teile aufgespalten haben, damit sie am Bildschirm besser lesbar sind. Jede Woche erscheinen neue Teile.
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
Dahin zu fühlen, wo ich eigentlich hin wollte, getraute ich mich aber nicht. Und so fest ich auch zu allem Möglichen entschlossen gewesen war, so hatte ich doch jetzt, wo ich der Erfüllung so nahe war, gar keinen Mut.
Plötzlich kam mir ein Einfall, über einen Schmerz zwischen meinen Schenkeln zu klagen. Ich wimmerte förmlich und wußte gar nicht, was das sein könne, bis Marguerite dahin fühlte und ich ihre Hand bald hier-, bald dahin lockte. Ich versicherte, der Schmerz ließe nach, sobald ich nur die Wärme ihrer Hand fühlte, und wenn sie hin und her riebe, höre das schmerzliche Gefühl ganz auf. Ich sagte das so unbefangen, daß sie damals gewiß noch nichts von meiner Absicht gemerkt hat. Ihre Berührungen waren auch nur noch dienstfertig, ohne irgendein Mitgefühl zu verraten. Als ich sie aber vor Dankbarkeit küßte und mich immer enger an sie anschmiegte und ihre Hand zwischen meine Schenkel drückte, merkte ich doch, daß in ihr ganz andere Gefühle sich zu regen begannen.
Während sie mit der ganzen Hand das Moos an der entscheidenden Stelle drückte, fühlte ich, wie ihre Finger behutsam die jungen Lippen öffneten und einen Eingang suchten, der leider noch nicht da war. Das tat sie aber so vorsichtig, daß ich merkte, sie sei ebenso ängstlich, weiter zu gehen, als ich es eben noch gewesen war. Dieses gegenseitige Tappen und Suchen machte mir ganz außerordentliches Vergnügen. Ich empfand ganz deutlich, daß bei ihr dieselben Begierden erwachten, die mich zu ihr geführt hatten; hütete mich aber sehr wohl, zu erkennen zu geben, daß mir ihre Hand ganz andere Empfindungen bereitete, als die Linderungen eines vorgeblichen Schmerzes.
Und wirklich war es etwas ganz anderes, dort eine fremde Hand zu fühlen, als die eigene. Eine wundersame Wärme ergoß sich über meinen Körper, und als sie mit dem Finger jenen kleinen Teil berührte, durchzuckte es mich so angenehm, daß ich sofort erklärte, da sitze der Schmerz und da müsse ich mich wohl erkältet haben, daß es mir so weh tue. Offenbar machte es ihr Vergnügen, einen Vorwand zu haben, daß sie mit der Hand die Erkältung vertreiben konnte.
Außerordentlich sanft rieb sie hin und her, herauf und herunter und versuchte dabei immer wieder hineinzukommen. Das tat mir aber wirklich weh, und wenn sie das an meinem Zucken merkte, kehrte sie jedesmal wieder zu dem wohltuenden Punkte zurück. Unzweifelhaft regte sie das auf, und ich merkte an ihrer wachsenden Zärtlichkeit, an der Art, wie sie mich an sich preßte und das Hemd soweit als möglich hinauf schob, um die nackten Körper recht nahe aneinander zu bringen, daß ich meinen Zweck erreicht hatte. So wenig geistreich das Mittel auch war, so klagte sie plötzlich an derselben Stelle über Schmerz. Wahrscheinlich hatte sie sich ebenso erkältet wie ich, und was war natürlicher, als daß ich ihr ganz treuherzig anbot, den schmerzhaften Fleck ebenfalls zu wärmen.
Wie der Blitz öffnete sie schnell die Schenkel und machte mir freie Bahn. Triumphierend, daß meine List erreicht, was ich gewünscht, faßte ich schüchtern und ungeschickt, um mich nicht zu verraten, an den Gegenstand meiner Neugier und fand schon bei der ersten Berührung einen gewaltigen Unterschied gegen mich selbst. Absichtlich hielt ich anfangs die Hand still und überzeugte mich nur, daß alles viel größer, weiter und reifer sei als bei mir.
Erschienen am 22.11.2007 | Eine Folge aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin"
Wilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. -
Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.
“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".
Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen
Die ersten erotischen Geschichten der Reihe stehen in der Liste oben, neueste erotische Geschichten stehen unten.
001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
049 - Freudenspiele im Bad
050 - Das geheime Verhältnis
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...
053 - Die Sexnacht mit dem Fürsten
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Die vollkommene Ehe
Während die Kunst (oben: Bordellszene von Degas) Erotik und Sex als Thema längst entdeckt hatte, trauten sich die Bürger im Alltag um 1900 kaum, über das Thema zu reden. Sex war Schmuddelkram. Mit der Folge, dass viele Paare unter Eheproblemen litten, ohne darüber zu sprechen. Bis Dr. Theodor Hendrik Van de Velde das erste Sexberatungsbuch der Literaturgeschichte schrieb. Es erschien 1926, und niemand hätte es dem seriösen Dr. Van de Velde zugetraut, ein derartig obszönes Werk zu verfassen, das unmittelbar bei Erscheinen zum Skandalon wurde. Van de Velde stand damals auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Mediziner. Er war blond, das Haar an den Schläfen bereits leicht ergraut, die Stirn hoch und seine Augen blickten gütig und ernst. Er sprach ein Dutzend Sprachen und war Leiter der Frauenklinik in Haarlem. Mitarbeiter nannten ihn den "Grandseigneur der Medizin". Bis er das Buch "Die vollkommene Ehe" heraus brachte. Lange vor Kinsey redete Van de Velde darin Klartext über Sex und glückliche Beziehungen. Noch Jahrzehnte nach seinem Erscheinen sorgte das Werk für Gesprächsstoff. Van de Velde gab seine Leitungsposition in Haarlem ab und zog sich in die Schweiz zurück.
