Klassische erotische Geschichten: jeden Tag neue erotische Geschichten, immer kostenlos.

Genießen Sie literarische Häppchen zwischendurch; oder lassen Sie sich von einer ganzen Textreihe zum Lesen verführen: Erotischen Literatur ist in der kurzen und in der langen Form ein geistreicher Genuss. In dieser Sektion finden Sie lange Geschichten, die wir in mehrere Teile aufgespalten haben, damit sie am Bildschirm besser lesbar sind. Jede Woche erscheinen neue Teile.

036 - Der Vorgeschmack der Freuden

Meine Eltern waren Muster in Beobachtung der äußeren Formen der notwendigen Sitte und gerade deswegen doppelt glücklich in ihren vertrauten Stunden. Wenn ich es nicht selbst gesehen, würde ich nie geglaubt haben, welche Verwandlung jene Momente ungestörten und unbelauscht geglaubten Genusses bei ihnen hervorgebracht. Mein Glaube ist also wenigstens entschuldigt, wenn ich so leicht einem Außenseiter, einem Schein mehr traue.

Ebenso falsch, ebenso täuschend ist aber auch ein sogenanntes feuriges Auge, offenbare Gefallsucht und anscheinend leichtes Benehmen bei Frauen. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, daß gerade solche Frauen, die viel zu versprechen scheinen, kalt und teilnahmslos sind, wenn sie das Versprechen auch halten sollen. “Stille Wasser gründen tief.” Die Wahrheit dieses Sprichwortes zeigt sich am schlagendsten im Charakter des Weibes; ja, wir sind imstande, uns selbst im Augenblicke vollkommener Besinnungslosigkeit zu verstellen.

Nicht allein an meiner vortrefflichen, tugendhaften und sittlich musterhaften Mutter habe ich das gesehen, sondern von anderen und sogar an mir selbst. Es wird dem Weibe außerordentlich schwer, einzugestehen, daß es genießt. Wir sind glücklich, wenn wir Genuß bereiten und geben deutlich zu erkennen, daß uns das glücklich macht; aber ein unerklärliches Etwas hält uns zurück, einzugestehen oder zu zeigen, in welchem Grade wir selbst genießen.

Ich finde keinen anderen Grund dafür, als das Bestreben oder das dunkle Gefühl, dem Manne, selbst dem geliebten Manne, nicht noch größere Rechte und noch mehr Gewalt über uns einzuräumen, als er schon hat. Die Natur weist den Mann auf Kampf, Besiegen aller Schwierigkeiten und immer neues Streben nach Höherem und Besserem hin. Die vollständige Befriedigung macht den Mann gleichgültig, träge und ruhig und vollständige Befriedigung würde es für ihn sein, wenn auch das Weib äußerlich erkennbar genießen und ihrem Gefühle den vollen, wahren und lauten Ausdruck geben wollte. Dem Manne muß immer etwas zu bekämpfen, zu erringen übrig bleiben, das Weib muß immer noch etwas zu gewähren haben, wenn es auch schon das Höchste gewährt hat.

Ist der körperliche Sieg auch schon längst errungen, ein geistiger Sieg muß zu erringen übrigbleiben, und das ist nicht etwa Berechnung bei unserem Geschlecht, das ist Instinkt. Wie oft habe ich Tieren zugesehen, diesen großen Lehrmeistern der Menschen in allen Dingen. Das Weibchen sträubt sich, weicht aus, versagt. Das Männchen drängt, verfolgt, bezwingt; hat das Männchen aber seinen Zweck erreicht, allen Widerstand besiegt, entfernt es sich; dann aber folgt ihm das Weibchen und verlangt Schutz und Unterhalt vom Sieger. Nur bei sehr wenigen Tierarten zeigt das Weibchen Lust zur Begattung, aber den Trieb dazu kann es nicht verhehlen, denn ganz unvermerkt stellt es sich dem Männchen in den Weg, lockt und reizt. Ist das Männchen dann im Feuer, so findet es Weigerung und Kampf. Ist es doch, als wollte die Natur durch die Erregung des Kampfes jene feinsten Säfte des tierischen Körpers, deren Erguß und Vermischung für die Fortpflanzung ihr höchster Zweck ist, noch mehr vergeistigen, noch mehr verflüchtigen, seine Quellen nervös noch weiter anspannen, um die Vereinigung noch wirksamer zu machen. Wohl nur aus diesem Grunde sind Kinder der Liebe meist stärker als Kinder, wie Shakespeares sagt: “In langweiliger Ehe, halb zwischen Schlafen und Wachen erzeugt.”

Der Kampf und das Sträuben sind also Naturgesetze, ebenso die Begierde des Mannes nach vollständiger Unterwerfung und der Instinkt, das Bekenntnis dieser vollständigen Unterwerfung zu verweigern für das Weib. Wenn Frauen über die Kälte der Männer klagen, so sind sie gewöhnlich zu aufrichtig, zu ehrlich in den Augenblicken des höchsten Genusses gewesen und haben dem Manne keinen Wunsch mehr übrig gelassen.

Meine Mutter hatte meinem Vater ihre Lust an dem Bilde im Spiegel verhehlt, Marguerite hatte mir jenes Instrument nicht gezeigt und doch wußte ich von beiden, daß sie im höchsten Grade sinnlich waren. Die Lehre ging mir nicht verloren, und in dem, was ich Ihnen noch von mir selbst zu erzählen haben werde, möge sich der Beweis dafür finden.

Bis auf das widrige Schauspiel mit meinem Cousin, hatte ich das, was meine Phantasie erfüllte, nur von seiner poetischen Seite kennengelernt. Zwei gebildete, liebenswürdige und tugendhafte Menschen, die keine Ahnung davon haben konnten, daß jemand sie belauscht, bei denen die Freude an dem festlichen Tag und die Freude am gegenseitigen Besitze der Befriedigung eine höhere Weihe gegeben. - Bei Marguerite hingegen war immer noch ein Wunsch, eine Sehnsucht, ein Ideal übriggeblieben, und ich hatte mir denken können, daß etwas Vollkommeneres mich noch erwartete; das ganz Materielle, das Tierische des Genusses war mir noch fremd geblieben.

Selbst in der heimlichen Sinnlichkeit meines Cousins lag noch Poesie. Wußte ich denn, was ihn dazu trieb? Was mich daran beleidigte, war eigentlich nur die Gleichgültigkeit gegen mich, das Vermeiden und Übergehen eines jungen frischen Mädchens, das ihm entgegenkam. In der Sache selbst war Marguerite, war ich ebenso schuldig als er. Ja, hätte Marguerite mich nicht so eindringlich gewarnt, so wäre ich bei meinem Temperament und meiner Unerfahrenheit vielleicht auch in den Fehler des Übermaßes verfallen, hätte vielleicht auch meine Gesundheit zerstört, wie Millionen bleichsüchtiger, hohläugiger Mädchen, die jeden Augenblick des Alleinseins benützen, um sich einen Vorgeschmack der Freuden zu bereiten, die ihnen Gesetz und Sitten versagen.

Erschienen am 16.01.2008 | Eine Folge aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin"

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die ersten erotischen Geschichten der Reihe stehen in der Liste oben, neueste erotische Geschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
049 - Freudenspiele im Bad
050 - Das geheime Verhältnis
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...
053 - Die Sexnacht mit dem Fürsten

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Wie oft Männer können

Wie häufig erreichen Männer hintereinander den Orgasmus? Um die Frage zu beantworten, unterscheiden Kulturgeschichtler und Sexualforscher zwischen zwei Arten von Quellen: Tatsachenberichte und Romane. In Romanen können Männer öfter hintereinander als in Tatsachenberichten. Zum Beispiel schildert der Brite James Boswell in einem Bericht , dass er mit seiner Louisa "fünfmal in den höchsten Wonnen geschwebt" habe. Der Bericht erschien am 12.1.1763 im "London Journal" und kann noch heute nachgelesen werden. Die Zeitungsmeldung wird von Wissenschaftlern als glaubwürdig eingestuft. - In der Literatur ist Mann noch ausdauernder. So erzählt Catullus seinem Sklaven, er habe neunmal hintereinander ejakuliert, ohne aufzuhören. Der alternde Ovid prahlt, es seiner Corinna ebenfalls neunmal hintereinander besorgt zu haben. Porno-Literat de Sade berichtet von einem gewissen Minsky, der niemals zu Bett ging, ohne sich zuvor zehnmal zu entladen.