Klassische erotische Geschichten: jeden Tag neue erotische Geschichten, immer kostenlos.

Genießen Sie literarische Häppchen zwischendurch; oder lassen Sie sich von einer ganzen Textreihe zum Lesen verführen: Erotischen Literatur ist in der kurzen und in der langen Form ein geistreicher Genuss. In dieser Sektion finden Sie lange Geschichten, die wir in mehrere Teile aufgespalten haben, damit sie am Bildschirm besser lesbar sind. Jede Woche erscheinen neue Teile.

034 - Abschied von der Baronin

Es muß in der Tat ein sonderbares Verhältnis zwischen diesen drei Personen gewesen sein. Trotz der höchsten Vertraulichkeit gegenseitiges Mißtrauen, trotz gemeinschaftlichen Genusses Täuschung und Verstellung!

Wie gesagt, die Phantasie läßt mich gern solchen Bildern folgen, der Verstand rät mir ab, ihnen nachzuahmen; denn solchem Raffinement muß Abspannung folgen und Unannehmlichkeiten sind immer Folgen eines Geheimnisses, um welches mehr als zwei wissen. Da der junge Graf eben alles genießen konnte, was ihm einfiel, so wurde er endlich des Verhältnisses überdrüssig, ersichtlich kälter, wohl auch erschöpft bei zwei so verlangenden Frauen. Kurz, er verließ Genf nach ziemlich kaltem Abschied.

Von diesem Augenblicke an suchte die Baronin Marguerite los zu werden und bald genug war eine Entzweiung herbeigeführt. Marguerite hatte von der Baronin und dem Grafen in kurzer Zeit über 3000 Franks geschenkt bekommen, beging aber die Torheit, auch dieses Geld dem Vormund zur Verwaltung für sie zu übergeben. Einige Zeit lebte sie unabhängig bei einer Freundin, die früher Erzieherin gewesen war und erhielt von dieser Unterricht, weil sie die Idee hatte, nach Rußland zu gehen, wo Schweizer Gouvernanten schon oft ihr Glück gemacht haben.

Die Veränderung ihrer Verhältnisse war aber zu plötzlich gewesen, als daß sie sich in dem stillen Hause ihrer Verwandten unter ernsten Studien hätte vollkommen glücklich fühlen können.

Sie hatte dort bei der Baronin alles gehabt, was sie in ihrer Lebensstellung irgend wünschen konnte. Ja, sie hatte sehr vieles mehr gehabt, als Mädchen überhaupt gefahrlos haben können und das hatte sie verwöhnt! Gewisse Dinge waren ihrem Körper zur Notwendigkeit geworden und sie entbehrte nicht allein den Umgang mit dem jungen, schönen Grafen, sondern auch die vertraulichen Spielereien mit der Baronin.

Das machte ihr in den ersten Monaten viele unruhige Nächte und aufregende Träume. Das Hilfsmittel, welches ihr die eigene Hand bot, gewährte nur schwachen Ersatz, und vergebens sah sie sich nach einer Bekanntschaft um, von der sie nichts zu fürchten gehabt hätte, denn sie konnte doch die Bedingungen, welche sie dem Grafen gestellt und durch ganz besondere Verhältnisse begünstigt, stellen durfte, keinem anderen Manne stellen. Nie gesteht ein Mädchen ihre Bekanntschaft mit Dingen ein, die sie bei Männern herabsetzen könnten.

Unter Büchern und Karten verlebte sie fast ein Jahr lang ein sehr einsames und freudloses Leben. Es war in ihrem Innern etwas lebendig und verlangend geworden, was sich nicht mehr abweisen ließ und manchmal so gebieterisch auftrat, daß es sich namentlich in der Nacht in unruhigen und wollüstigen Träumen sehr bemerklich machte.

Endlich machte sie in einer Badeanstalt die Bekanntschaft einiger junger Mädchen, mit denen sich bald ein ähnliches vertrauliches Verhältnis entwickelte, als sie es mit der Baronin gehabt. Allerlei Neckereien, neugieriges Plaudern und Belehren über verborgene Dinge und Versuche führten bald zwischen zweien, dann zwischen mehreren die lüsternsten Vergnügungen herbei. Jede ließ sich belehren und stellte sich so unwissend als möglich, wenn sie es auch selbst schon oft genug versucht und Ursache wie Wirkung ganz genau kannte. So glaubten die anderen, Marguerite belehrt zu haben, während diese sie stufenweise zu allem führte, was sie so genau kennengelernt. Je unbelauschter, verschwiegener und vergnügender diese Zusammenkünfte und Vertraulichkeiten unter den Mädchen aber waren, je wacher riefen sie das Begehren der so verwöhnten Marguerite.

Da machte sie die Bekanntschaft des Bruders einer ihrer Freundinnen, eines ebenso schönen als gebildeten und in jeder Beziehung liebenswürdigen jungen Mannes. Vom ersten Augenblicke an zeigte er das Bestreben, ihr zu gefallen. Mit der ganzen Scheu und Unbeholfenheit eines jungen Mannes, der sich zum ersten Male zu einem Mädchen hingezogen fühlte und dem dunkeln, aber mächtigen Naturtrieb folgen muß, näherte er sich Margueriten, die genug zu tun hatte, um nur die Ungeschicklichkeiten dieser Annäherung weniger auffallend zu machen. Wie gern wäre sie seinen letzten, ihm noch ganz unbewußten Wünschen entgegengekommen, wenn sie nur ein Mittel hätte erdenken können, ihn zu einer ähnlichen Verpflichtung unaufgefordert zu bestimmen, wie der Graf seinen beiden Geliebten gegenüber sie eingehen mußte. Charles war auf dem Lande erzogen, vollkommen unwissend in allen solchen Dingen und eine hohe Sittlichkeit lag in allem, was er sprach und tat. Marguerite lernte nun auch die Liebe kennen und kämpfte vergebens gegen die Macht derselben an. Sie hatte geglaubt, schon alles zu wissen, schon alles kennengelernt zu haben und daher gegen ihre Herrschaft gewaffnet zu sein! Wie sanken alle Vorsätze, alle Klugheiten vor der Gewalt des ersten Kusses zusammen! Wie wehrlos fühlte sie sich den anfangs schüchternen Berührungen des Geliebten gegenüber! Sie waren so schüchtern, daß sie ihm entgegenkommen mußte, ohne merken zu lassen, daß sie das tat.

Aber wie schnell treibt die Natur auch den Unwissendsten, den Tugendhaftesten auf dem gefährlichen Pfade weiter, wenn er einmal betreten ist!

Erschienen am 12.01.2008 | Eine Folge aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin"

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die ersten erotischen Geschichten der Reihe stehen in der Liste oben, neueste erotische Geschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
049 - Freudenspiele im Bad
050 - Das geheime Verhältnis
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...
053 - Die Sexnacht mit dem Fürsten

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Aus dem Giftschrank

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Die Bayrische Staats- bibliothek richtete 1924 das Archiv "Remota" ein. Dort wurden Druckwerke, die von Polizisten beschlagnahmt worden waren, weggeschlossen. Als die Amerikaner 1945 München besetzten, luden GIs Teile der - vorwiegend erotischen - Sammlung in Holzkisten, vernagelten diese und verschifften sie nach New York. In den 70er Jahren kopierten Archivare der Library of Congress, Washington, die Werke für ein Forschungsprojekt auf Mikrofilm. Das Projekt startete nie und die Werke gerieten endgültig in Vergessenheit. Demnächst werde ich in der "Nightlounge" einige der schönsten Erotika der Sammlung "Remota" präsentieren.
Die Abbildung oben zeigt den römischen Kaiser Caligula beim Sex mit einer Gespielin. Alle greifbaren Drucke von diesem Stahlstich wurden in Bayern nach dem 1. Weltkrieg eingezogen.